Empfindliche Kinderhaut: Was hilft bei Neurodermitis?

Ich habe oft von Neurodermitis reden gehört, dabei aber selbst das Thema nie vertieft, bis es meine Töchter Amelia und Isabella traf. Es handelt sich um eine entzündliche, chronische Hautkrankheit, welche immer häufiger bei Kindern anzutreffen ist. Diese äußert sich mit trockenen, schuppenden und geröteten Hautstellen, die stark jucken. Die Symptome werden dabei wiederum zur Ursache: durch den starken Juckreiz kratzen sich die kleinen Patienten unentwegt. Die natürliche Barrierefunktion wird somit zusätzlich geschwächt und die Haut erneut anfälliger für äußerlich bedingte Infektionen. Mit den neuen Entzündungen verstärkt sich auch der Juckreiz usw… Die Krankheit verläuft also zyklisch, wobei sich akute Phasen mit weitgehend beschwerdefreien Phasen abwechseln. Mit der Pubertät klingt die Neurodermitis im Normalfall langsam ab, da sich inzwischen das Immunsystem genügend ausgebildet hat, um die überschießenden Hautreaktionen in Schach zu halten.

 

Sowohl Amelias als auch Isabellas Haut war in den ersten Monaten nach der Geburt an den Ärmchen und Beinchen oft sehr trocken, typisches Zeichen für eine veranlagte Neurodermitis! In Absprache mit dem Kinderarzt, habe ich zunächst versucht die trockenen Stellen mit Sheabutter geschmeidig zu halten. Dieses extrem vitaminreiche Pflanzenfett afrikanischen Ursprungs ist ein wirkliches Multitalent und daher in unserem Haushalt immer vorrätig! Ich benutze es, sowohl als erste Abhilfe bei kleineren Blessuren der Haut, als auch zur vorbeugenden Anwendung gegen Dehnungsstreifen und um die Haut elastisch zu halten! Dabei bevorzuge ich das Produkt der italienischen Naturmarke Omnia Botanica (aus dem Ausland auf www.omniabotanica.it/en/ erhältlich)! Bei meinen Töchtern verwende ich es ebenso bei Hautreizungen im Windelbereich, die damit im Nu verschwinden!

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In Isabellas Fall reicht bis jetzt dieses natürliche Hausmittel, um ihre nur leicht ausgeprägte Neurodermitis auf sanfte Art zu behandeln. Bei Amelia hatte sich die Situation jedoch gegen Ende des ersten Lebensjahres verschlimmert, weshalb unser Kinderarzt den Besuch bei einem Hautarzt anriet.
Leider gibt es keine Medikamente, um die Krankheit definitiv abheilen zu lassen. In sehr akuten Fällen können jedoch kortisonhaltige Cremes notwendig werden, um ernsthafte Hautinfektionen zu vermeiden. Um dem vorzubeugen, hat uns der Hautarzt empfohlen, die Haut unserer Kinder stets mit Hilfe von passenden Pflegeprodukten durchfeuchtet zu halten. Für Isabella benutze ich hierzu weiterhin die Sheabutter, während ich für Amelia inzwischen spezifische pharmazeutische Pflegeprodukte (ohne Kortison) verwende. Die Cremes müssen mehrmals täglich angewendet werden, unabhängig von der Ausprägung der Krankheit, damit die Haut kontinuierlich geschützt bleibt.
Die tägliche Anwendung dieser Cremes ist für uns inzwischen ein spielerisches Ritual geworden, indem ich es mit einer liebevollen Massage für meine Töchter verbinde. Meine Kleinen genießen diese Extraportion an Streicheleinheiten sichtlich 🙂

Außerdem ist es wichtig die Haut nicht durch übertriebene Hygienemaßnahmen zusätzlich zu belasten. Häufigem Waschen mit aggressiven Reinigungsprodukten ist also absolut abzuraten.

In den Sommermonaten verbessert sich der Hautzustand in vielen Fällen auf natürliche Weise, da die Kinder durch die erhöhten Temperaturen tendenziell mehr trinken. Dies wirkt sich nämlich positiv auf die schnell austrocknende Haut aus. Daher sollt man auch in den kalten Monaten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, wenn die Wohnungsluft durch die Heizkörper besonders feuchtigkeitsarm ist.

Es gibt auch verschiedene homöopathische Produkte, deren natürliche antihistaminische Wirkung bei andauerndem Juckreiz Linderung verschafft, wie zum Beispiel E.I.E Cutall, der italienischen Marke Adama. Die hierin enthaltenden natürlichen Extrakte aus schwarzer Johannisbeere, Walnuss, und Ringelblume wirken dabei dämpfend auf das überschießende Immunsystem, wenn dieses auf äußere Allergene überreagiert. In akuten Phasen können wir zusätzlich E.I.E. Schwarze Johannisbeere pur geben. Diese Pflanze verfügt über besonders ausgeprägte antihistaminische Eigenschaften und lindert somit  auch starken Juckreiz.

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Wer auf homöopathische Heilmethoden zurückgreift, sollte dies immer in Absprache mit einem Fachmann und seinem Kinderarzt tun. Dabei sollte man ebenso darauf achten, dass die natürlichen Ergänzungsmittel nicht auf alkoholischer Basis sind, damit wir sie unseren Kindern auch über längeren Zeitraum geben können.

Das Zusammenwirken dieser verschiedenen Mittel hat uns wirklich sehr geholfen! Amelias Haut ist zwar weiterhin sehr empfindlich. Dank Sheabutter, Schwarzer Johannisbeere und der spezifischen Cremes muss sie ihre Krankheit aber nicht mehr erleiden, sondern kann ihre Kindheit unbeschwert erleben!

 

 

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